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Silberfische

 
Silberfische
 
 
 
 
 
(früher Beiname: Zuckergeist)

Klein, flink und relativ bekannt. So kann man Silberfische auch gern beschreiben. Der Name  kommt aus einer Zusammensetzung  Silber wegen dem silbrigen Aussehen und Fischchen  weil mit ein wenig Fantasie der wellenartige Gang an  schwimmende Fische erinnert.

Wenn man es weiß, dann kann man es sich vorstellen.

Es folgen die Kapitel:

Aussehen                                    Nahrung                                                                                               Entwicklungsumgebung                                                                                                            Sonstiges                                                                                                                                    Bekämpfung                                                                                                                             1.Maßnahme                                                                                                                        2.Maßnahme                                                                                                                  3.Maßnahme                                                                                                               Selbstversuche mit Insektiziden                                                                                   Köderdosen                                                                                                                             Stäuben                                                                                                                                     Anhang

Aussehen:

Für die zahllosen Beschreibungen dieser Tiere sind folgende Fakten verantwortlich:

-          silbrig, glänzend, lichtscheu

-          7-13 mm lang

-          2 Fühler am Kopfende

-          am sich verengenden Hinterende sind 3 borstenförmige Anhänge

-          alles andere sagt das Foto aus

Da es verschiedene Arten gibt, variieren die Abbildungen teilweise stark voneinander.

Auch muss man wissen, dass die Beleuchtung im Ungeziefer-Fotostudio teilweise sehr unterschiedlich ist.

Die silbrigen Flächen werfen das Licht teilweise stark in die Fotolinse zurück. Seit Jahren werden gerade im Internet Fotos gezeigt die bei einfacher logischer Betrachtung das Gefühl geben, dass hier unterschiedliche Tierarten am Start waren.

Nahrung:

-          zellulose Stoffe, stärkehaltige Stoffe (Gardinen)

-          zuckerhaltige Substanzen (werden gering gefressen)

-          Stoffe, Kunstfaser, Papier, Waschlappen

-          Schwämme, Wäsche, Kleber, Mehl

Ich breche die Auflistung jetzt hier ab, da auf Grund der Kombination verschiedener Stoffe, die bereits genannt wurden, eher das Wort: Fast Allesfresser die Larve am besten umschreibt.

Entwicklungsumgebung:

Falls Ihnen feucht und warm nicht reicht- was ja auch teilweise richtig ist, hier noch einige Angaben:

-          optimale Temperatur 25-30°C

-          die optimale Luftfeuchte liegt bei 75%

-          die meisten Altbauwohnungen haben zwischen 50%-60% und mehr Luftfeuchte

 

Eine drastische Senkung der Feuchtigkeit verlangsamt die Entwicklungszeit erheblich, bis das die Tiere austrocknen. 

 

Sonstiges:
 
 
 

Da Sie sich für eine Bekämpfungsseite entschieden haben und die Tiere ja nicht züchten wollen habe ich ein paar biologische Tatsachen, die für Sie unwichtig sein werden in straffer Form zusammen gefasst:

-          Lebensdauer 2-4 Jahre

-          Häutungen 20-40 mal

-          Eier 1mm groß

-          Eiablage April bis August

-          ca. 160 Eier werden abgelegt

 

Bekämpfung:
 
 

Wichtigste Frage bei einer Bekämpfung: Woher kommen die Silberfische?

Tatsachen:

-          sie fliegen nicht durch das Fenster

-          es gibt auch keinen Knall und sie sind da

-          und, normalerweise werden sie nicht von Verwandten oder Bekannten eingeschleppt

(theoretisch zwar möglich- aber in der Praxis sehr selten-wenn dann doch durch Umzugskisten oder Küchengeräte)

Häufigste Zuwanderung erfolgt über die Kanalisation, oder über die Versorgungsschächte.

Badewannen und sogar Waschbecken binden teilweise ohne Traps in die Fallrohre eines Hauses ein.

Von den Fallrohren gehen oft Verbindungsrohre ab, die auch wieder Abzweige besitzen. Irgendwo gibt es offene Stellen, von dort aus krabbeln die Tiere gern im warmen Versorgungsschacht bis zum Mieter/Eigentümer. Der Zugang zur Wohnung erfolgt entweder direkt durch das Rohr oder durch die Schachtöffnungen  die zur Wohnung führen. (Spalt um die Waschmaschinenleitung unter der Spüle )

 

Die meisten Spülen sind total zugeräumt  (Wie auch bei mir). Das hat den Nachteil, dass die Tiere auch vereinzelt nicht gleich gesehen werden. Da die Tiere auch gern im dunkeln sitzen uns auch dahin flüchten wird die Sache am Anfang nicht einfacher. Die Spüle hat auch unten einen holen Bereich den wir nicht einsehen können.  Die Spüle steht auch oft an einer Scheuerleiste die wiederum innen oft hohl ist und meist nicht gut an der Wand anliegt.  Schon haben wir eine Ursache, einen Lebensraum und eine Ungezieferautobahn.

Dazu kommt das die klimatische Bedingungen unter oder hinter einer Spüle eher optimal zu nennen sind.

 

Im Bad sieht es dagegen auch nicht besser aus. Wir haben abgeschlossene gefließte Bereiche mit Öffnungen diese wir nicht einsehen können.

Allein oft der untere Badewannenbereich bietet  mit der Kodenswasserbildung Entwicklungsbedingungen. Ein oft gemachter Fehler beim Umzug ist das die neuere Spüle abgebaut wird und die alte aus dem Keller mit etwas Verspätung anmontiert wird. In dieser Nacht-so habe ich oft erlebt werden 20-100 Exemplare durch das offene Rohr in die Wohnung kommen.

Klingt dramatisch und ist es auch, manchmal passiert dies aber täglich weltweit

 

Bekämpfung / Vorbeugung
 
 
 

Eine Vorbeugung ist in diesem Fall auch gleichzeitig ein guter Bekämpfungsansatz

Wenn wir davon ausgehen das eine totale Bekämpfung im Kanalsystem und in allen verbauten Hohlräumen nicht rentabel ist so bleiben uns nur die gängigen Maßnahmen.

 

1.   Maßnahme:
 
 

z. Bsp: Mechanische Abdichtung der Fugen und Ritzen um ein Nachrücken zu unterbinden.

(verschmieren mit Silikon, Acryl, Zement der offenen Ritzen   zum Versorgungsschacht)

-          Abdichten von Rohrdurchbrüchen

-          Abdichten der Badewannenverkleidung unter der Revisionsöffnungen

-          Abdichten von sonstigen Öffnungen zum Versorgungsschacht

 

2. Maßnahme
 
 

-          Tötung der Silberfische

-          Silberfische (Ofenfischchen) vertragen erfahrungsgemäß nicht viel Insektizide

(d.h. sie sterben schnell und geräuschlos)

Eine Anleitung die wir schon öfters gegeben haben klingt wie folgt:

 

1.       Räumen sie die Spüle aus

2.       Reinigen sie mit Spülwasser den Spülschrank

3.       Wischen sie die Scheuerleisten ab (staubfrei)

4.       Wischen sie das Bad

5.       Lassen sie uns einen Sprühbelag an die betroffenen Stellen bringen

6.       Versuchen sie unseren Belag so lange wie möglich nicht zu entfernen

7.       Legen sie Spülschrank mit Zeitungspapier aus und räumen sie alles wieder ein

8.       Achten sie auf unsere Belehrung vor der Widerbenutzung der Räume

9.       Stellen sie bitte alle auftauchenden Fragen vor der Bearbeitung

10.   Wir sind auch nach der Bearbeitung für sie da (oft kommen Fragen erst später)

11.   dichten sie die Zuwanderwege ab um einen neuen Befall zu verhindern

 

3. Maßnahme (Versuch)
 
 

Immer wieder wurde mir von älteren Menschen angeraten in den Traps und in den Ausguss der Badewanne eine halbe Tasse Essig zu geben und über Nacht stehen zu lassen. Dies soll man erst jede Woche machen und später alle 14 Tage.  Ich kann nichts zur Wirkung sagen, da dies schwer zu überprüfen ist.

Hierbei eine Wirkung wissenschaftlich nachzuweisen an mehreren Fällen ist zu aufwendig. Dazu kommt noch das seit 25 Jahren mir alle Kunden versprochen haben die Ergebnisse mitzuteilen!!! Leider kam es nie wieder zu einem Gespräch. Ich kann mir eine Wirkung in dem Essigdämpfen vorstellen. Aber dies betrifft  dann nicht die totale Tilgung, sondern  eher die Vergrämung.

 

4. Selbstversuche mit Insektiziden
 
 
 

Ich persönlich würde mit einem handelsüblichen Langzeitinsektizid immer einen Befall mit Silberfischen bekämpfen können.

Aufgrund meiner derzeit über 8000 E-Mails in 3 Jahren habe ich schon so viel Haarsträubendes  gelesen über Selbstversuche das ich befürchte Kunden mit meinen Ratschlägen zu schädigen da man jede Anleitung falsch verstehen kann. (Das kann bis zum Gericht gehen) Mir bleibt deshalb nur Sie an die Gebrauchsanweisung zu verweisen.

Da die Schädlingsbekämpfung ein Beruf , Freizeit und Hobby von mir ist können Sie sich durch uns gern beraten lassen.

Wenn Sie keinen Druck machen und etwas Geduld beweisen und dann auch noch höflich sind ist eine Beratung kostenlos. Bitte haben Sie Verständnis!!!

Zu einer Massenvermehrung kommt es immer dann wenn die Wohnung als eher Feucht zu bezeichnen ist.

Die Raumluft bei 45-50% zu halten ist eine gute Maßnahme zur Bekämpfungsbegleitung.

Kuchenkrümmel auf dem Fußboden oder auch Make up im Bodenbereich sind gute Ausgangssituationen für einen Befall also weg damit.

 

5. Köderdosen
 
 

Im Handel gibt es viele Köderdosen die zum Einsatz gegen Silberfische empfohlen sind.

Der Einsatz kann helfen Ich würde aber nicht nur eine einzelne Dose aufstellen, sondern 2 oder 3 Stück pro Raum.

Des Weiteren sollten Abdichtungsmaßnahmen und Feuchtreduzierung trotzdem erfolgen, da es sonst schnell wieder zu einer aktiven Nachwanderung kommen kann.

 

6. Stäuben
 
 

Der Einsatz von Boar-haltigen Stäuben oder Siliat-Gel+Diatomeenerde ist an einige Bedingungen geheftet. Kurz gesagt: Es gibt Sachen die funktionieren gut wenn es richtig gemacht wird.

Silikatstäube sollten Sie nicht ständig einatmen. Die Wirkung lässt je nach Verbringungsart  auch nach.

Der Einsatz kann vielleicht für Ihre Zwecke ideal sein. Leider ist es mir nicht möglich auf alle Gebäude spezifischen Situationen einzugehen. (Reden Sie mit einem Fachmann vor Ort) um genau für Ihre Räumlichkeit ein passendes Konzept zu finden.

Tipp: Viel hilft nicht immer viel - sondern kann auch ein starkes gesundheitliches Risiko mit sich bringen.

Anhang:
 
 

Bitte beachten Sie:

      Mit der Schädlingsbekämpfung
 
 
      ist es wie mit dem Häuser bauen.
     
 
 
      Man kann sich viel anlesen und es gibt fast alles dafür zu
 
 
 
      kaufen.
 
 

Das komische ist nur, dass fast alles die Schädlingsbekämpfung alleine machen   -  aber nur wenige ihr Haus vollständig alleine bauen.

 Vielen Dank für Ihr Interesse !

Daniel Krämer

Quellenangabe:  -keine Quellen- 

ein Bericht aus 25 Jahren Erfahrung!

 selten aber Wahr...



MIB, Schädlingsbekämpfung, Kammerjäger, Bettwanzen