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Eichenprozessionsspinner

 

EPS

Eichenprozessionspinner

(Thaumaetopae processinea)


- geschrieben von Jens Veith,  - 2013 für MIB -


Der Eps ist ein unscheinbarer Nachtfalter und Baumschädling. Von Forstwirtschaftlicher Seite eher unbedeutend, für Mensch und Tier hingegen ein ernstzunehmender Gesundheitsschädling der zu schwerwiegenden Gesundheitlichen Beschwerden führen kann.

Die eigendliche Gefahr hierbei sind die Haare der Raupe welche nach der 2. Häutung ausgebildet werden. Etwa Mitte Mai- Juni.

Mit kleinen Widerhaken versehen, enthalten sie das Nesselgift Thaumetopoein.

 

Es kommt bereits wenige Stunden nach Kontakt mit den sogenannten Brennhärchen zu toxischen als auch allergischen Reaktionen die z.t mehrere Tage bzw. Wochen anhalten können.

Dazu gehören unter anderem:

*Lokale Hautauschläge und Pustelbildungen

*Atemwegsreizungen und Bindehautentzündungen.

*Reizung der Schleimhäute


Aussehen:

*Unscheinbarer Schmetterling.

*Schwärmt in den Abendstunden von Ende Juni bis etwa Mitte September.

*Flügelspannweite ca 25mm.

*Vorderflügel sind grau mit dunklen, schwachen Querstreifen.

*Hinterflügel sind dagegen eher weiß-grau.


Biologie:

Die Paarung erfolg im Spätsommer .

Das Weibchen legt bis zu 150 Eier (ca 1 mm groß) in die oberen Astbereiche von folgenden Eichen:*Rot- Traubeneiche und Stieleiche.


Diese werden dann in kleinen Plattenformen an die sonnige, ein bis zweijährigen oberen Äste geklebt.

Im Herbst schon entwickeln sich die Jungraupen und überwintern in ihren Eiern.

Mitte April beginnen sie mit dem Schlupf.

Sechs Entwicklungsstadien vergehen bis zum Adulten Tier.

Die Verpuppung beginnt etwa Ende Juni, gefolgt von einer 3-5 wöchigen Puppenruhe (je nach Temp.)

In langen Prozessionsreihen verlassen die Raupen ihre großen gespinstartigen Nester an den Astgabelungen um sich zur Nahrungsaufnahme zu begeben.

Max 5 cm lang werden die in großen Verbänden lebenden Tiere und sind anfänglich eher gelblich-braun und später dann blau-schwarz gefärbt.



Wichtige Hinweise:

 

Die Nester und Haare bilden unter Umständen für Jahre eine Gefahr.

Befallene Gebiete sollten umgehend der zuständigen Gemeinde gemeldet, grossräumig gemieden und mit Warnhinweisen vesehen werden , da sich die Haare auch mit dem Wind verteilen.

Auf keinen Fall die Nester, Tiere oder Haarbüschel mit bloßen Händen berühren.


1.Hilfe bei Hautkontakt:

Sofortiger Kleidungswechsel und ausgiebiges Duschen.


Bekämpfung:


!!!Sorgfältig abzuwägen ist immer der Einsatz von Insektizieden unter genauer Berücksichtigung

von Wasser-Natur und Pflanzenschutzgesetzen!!!


Die Bekämpfung und das Entfernen der Nester unbeding dem Fachmann überlassen!!

Er verfügt über die notwendigen Gerätschaften ,Schutzausrüstung, sowie das Know-How.



Prophylaxe:

 

Eine Möglichkeit zur Vorbeugenden Spritzung (Entwicklungshemmer) bietet nur der kurze Zeitraum von Mitte April bis Mitte Mai.

Dadurch kann verhindert werden, das sich die Brennhaare nach der 2. Häutung ausbilden.

Danach ist die Bekämpfung nur noch mechanisch möglich.

z.b durch:

Absaugen der Nester ,Raupen und Haare in luftdichte Staubsaugerbeutel mit entsprechenden Industriestaubsaugern.


Alternativ oder in Kombination bieten sich weitere Möglichkeiten an, welche je nach Ort und Gegebenheit angewendet werden können.


*Abbrennen der Nester und Haare.

*Abkratzen und luftdichtes Verschließen.

*Giftbehandlung der Raupen und Nester (siehe Einsatz von Insektizieden).

*Verklebung oder Verglasung der Brennhaare mit einer Substanz von sehr hoher Bindefähigkeit und anschliessendem Absammeln und Verschließen.


Natürliche Feinde:

                                                       

Sind Raupenparasiten wie die Raupenfliege und der Puppenräuber,welche ihre Eier in die Raupen legen und somit abtöten.



MIB, Schädlingsbekämpfung, Kammerjäger, Bettwanzen