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Dörrobstmotten

Aussehen: 

 

Ausgewachsenes Insekt:

Kleine, bis 12 mm lange Motte mit dachartig über dem Rücken gefalteten Flügeln.

Die vordere Hälfte ist dunkel silbergrau,

die hintere dunkel kupferrotbraun beschuppt. Die Dörrobstmotte gehört zur Ordnung der Schmetterlinge, doch wird sie umgangssprachlich manchmal auch Schabe" oder Küchenschabe" genannt.

 

Larven:

1.5 bis 15 mm lange, gelbweisse
Räupchen mit abgesetztem dunkelbraunen Kopf. Häufig werden sie als "Würmchen" angesprochen. Sie besitzen jedoch vorne drei sehr kurze Beinpaare und hinten weitere vier, die es ihnen ermöglichen, an glatten Flächen hochzuklettern.

Bedeutung und Lebensweise:

Die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) schadet durch Frass, Gespinste und Verschmutzung von pflanzlichen Vorräten in Industrie und Haushalt.

Sie bildet die häufigste Ursache für Klagen aus dem Wohnbereich. Dörrobstmotten entstehen nicht wegen Unsauberkeit oder weil Vorräte überlagert sind, sondern weil diese bereits beim Einkauf befallen waren. 

Sie können sich bei uns im Freiland nicht vermehren und fliegen auch nicht von draussen herein. Dörrobstmotten übertragen weder Krankheiten, noch sind sie gesundheitsschädlich.

Doch entwerten sie die befallenen Nahrungsmittel und machen sie unappetitlich.

Entwicklung:

Die Entwicklung führt, wie bei allen Schmetter-lingen, über vier Stadien: Ei, Larve, Puppe, Falter (hier eine Motte). Die Eier werden möglichst nahe an eine Futterquelle abgelegt.

 

Die daraus schlüpfenden Larven fressen in den Nahrungsmitteln und spinnen das Material mit feinen Fäden zusammen, wodurch Klumpen entstehen.

Nach mehreren Häutungen, die jeweils mit einem Wachstumsschub verbunden sind, verlassen die Larven den Ort ihrer Entwicklung.

 

Sie wandern weg, häufig an erhöhte, geschützte, dunkle Stellen. Oft entdeckt man sie erst durch dieses auffällige Verhalten.

 

Es ist jedoch nicht möglich, dass
sich die Raupen ausserhalb der Nahrungsmittel entwickeln. Haben die Räupchen ein Versteck gefunden, so spinnen sie sich ein und verwandeln sich in gelblichbraune, unbewegliche Puppen. Nach ca. 2 bis 6 Wochen schlüpfen die Falter.

 

Die Weibchen legen nach der Kopulation ihre Eier in oder dicht an die Lebensmittelvorräte ab. Die Falter nehmen keine Nahrung auf und richten somit keinen direkten Schaden an, doch werden sie oft als lästig
empfunden.

Die kürzeste Entwicklungsdauer beträgt bei 25°C insgesamt etwa 5 Wochen. Im Haushalt dauert sie je nach Temperatur und Nahrung beträchtlich länger, bei 20°C ca. 60 Tage. Puppenstadium: 12 - 43 Tage oder länger.

Schaden:

Folgende Lebensmittel werden befallen:

Getreide und Getreideprodukte wie Flocken Teigwaren, Maisgries, Reis, Nüsse, Mandeln, Biskuits, Hundeflocken, Dörrobst, Schokoladenprodukte wie Kakao, seltener auch Früchtetees und Gewürze. Dörrobstmotten beschädigen weder Textilien noch
Holz oder ähnliche Materialien.

Vorbeugung:

Räupchen entwickeln sich nie ausserhalb von Nahrungsmitteln. Diese sollten nicht längere Zeit offen herumstehen, damit die Weibchen keine Gelegenheit haben, ihre Eier darin abzulegen. Dicht schliessende Behälter wie Bülachergläser, Gläser mit Blechschraubdeckel usw. schützen die darin enthaltenen Produkte vor Schädlingsbefall. Blechdosen mit Stülpdeckeln sind nicht dicht genug. Bei kühler Lagerung, Temperaturen unter 10 °C, vermögen sich keine Insekten zu entwickeln. Eine nicht zu grosse Vorratshaltung vermindert das Risiko eines Schädlingsbefalles.

Bekämpfung:

Treten Falter auf oder stellt man Räupchen oder feine Fäden fest, so muss nach der Quelle gesucht werden. Dazu werden alle Lebensmittel, die als

Nahrungsgrundlage für die Insekten dienen könnten, auf Befall geprüft. Findet man in den Produkten Räupchen, Gespinste oder Spinnfäden, so sind die Lebensmittel unbrauchbar geworden und wegzuwerfen.

 

Die Kästen werden gereinigt, die Lebensmittel in dicht schliessende Gefässe umgefüllt oder in den Kühlschrank gestellt. Dadurch erübrigt sich in den meisten Fällen der Einsatz insektizider Sprühmittel.

 

Die im Handel erhältlichen Lockstofffallen (Pheromonfallen) sind geeignet für den Nachweis der Motten in industriellen Betrieben. Sie locken jedoch nur Männchen an, nicht aber die Weibchen. Daher kann ein Befall mit Fallen allein nicht gelöscht werden.

 

Trotz Einhaltung der hier beschriebenen Maßnahmen können noch nach Wochen vereinzelte Falter schlüpfen, was belanglos
ist. Solange die Vorräte gut verschlossen gelagert werden, kann kein neuer Befall stattfinden und der Entwicklungszyklus wird.

unterbrochen.

Andere im Haushalt
auftretende Schmetterlinge


Nebst der häufigen Dörrobstmotte treten
gelegentlich die Mehl-, Korn- und Speichermotten
im Haushalt auf. Kleidermotten leben
nicht von Esswaren, sondern von Textilien
wie Wolle, Seide und anderen tierischen
Produkten. Sie sind nur 6 bis 8 mm lang,
strohgelb und glänzend.
Wir helfen Ihnen weiter!
Rufen Sie uns an, schicken oder bringen Sie
uns die Insekten zur Bestimmung. Unsere Beratung ist kostenlos.



MIB, Schädlingsbekämpfung, Kammerjäger, Bettwanzen